Lauf weg!

Und zwar so schnell und so weit du kannst.
Sie schreien "Gefahr", sie reden von Vernunftentscheidungen, und davon, daß es keine andere Lösung gäbe, sie argumentieren und plädieren, sie streiten, sie widersprechen sich, aber diejenigen, die an den langen Hebeln sitzen, haben diese schon in Bewegung gesetzt.
Edit:
Die Stiftung für Bären hat dem bayerischen Umweltministerium ein bärengerechtes Gehege im Wildpark Poing angeboten. Bleibt nur zu hoffen, daß die Schützen mit den Betäubungsgewehren schneller und besser sind als die mit den scharfen Flinten...
In Österreich darf jetzt übrigens auch geschossen werden.
Karan - 22. Mai, 21:54
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Esmerelda - 22. Mai, 22:18
Tjo, Meister Petz scheint nicht Willkommen zu sein. Er hat vergessen zu lesen und zu lernen, wie Bär sich benimmt wenn er die Grenze überschreitet. Lauf zurück, dorthin, wo es niemanden gestört hat, das du bist wie du bist.
Viele Grüße
Esme
Viele Grüße
Esme
MMarheinecke - 22. Mai, 22:40
"Hart durchgreifen gegen illegale Einwanderer!"
Paßt doch genau in die politische Landschaft.
Allerdings sollte man den "Schießbefehl" im größeren Umfeld sehen - inzwischen hat auch der WWF die Entscheidung akzeptiert:
Umweltschutz-News - Bär macht Sorgen: Schnappauf gibt Braunbär zum Abschuss frei -
Und es überrascht mich, dass die Schäfer, Landwirte, Imker, Wanderer und Förster so unvorbereitet sind - denn darin liegt das eigentliche Problem. Schießlich leben im benachbarten Tirol schon länger Braunbären, und dass sich Tiere an Staatsgrenzen halten, glauben wahrscheinlich nicht mal Politiker.
Allerdings sollte man den "Schießbefehl" im größeren Umfeld sehen - inzwischen hat auch der WWF die Entscheidung akzeptiert:
Umweltschutz-News - Bär macht Sorgen: Schnappauf gibt Braunbär zum Abschuss frei -
Erfolgsaussichten eines Fang- und Betäubungsversuchs geringDer Stil, den Umweltminister Werner Schnappauf dabei an den Tag legte, gefällt mir aber ganz und gar nicht.
Neben dem Abschuss des Bären bestehe nach wie vor die Möglichkeit eines Fang- oder Betäubungsversuches. Die Erfolgsaussichten dafür seien nach Einschätzung des WWF jedoch gering. Nach wie vor habe der Bär Menschen gegenüber kein aggressives Verhalten gezeigt, die Häufung der Schäden zeige aber, dass ein konfliktfreies Nebeneinander von Mensch und Bär bei diesem Tier sehr unwahrscheinlich ist.
WWF fordert Bären-Managementplan
Der WWF bedauert, dass es sich beim ersten Bären in Deutschland um ein verhaltensauffälliges Tier handelt. Es werde aber sicher nicht der letzte Bär sein, der über die Grenze kommt. "Bayern muss sich besser vorbereiten", betont Roland Melisch. Der Freistaat brauche dringend einen Management Plan, der die Bevölkerung, vor allem Schäfer, Landwirte, Imker, Wanderer und Förster auf einwandernde Tiere vorbereitet. Der WWF werde versuchen, sich mit bestem Know-how daran zu beteiligen. Im Prinzip fänden Braunbären auch in Bayern gute Lebensbedingungen vor.
Und es überrascht mich, dass die Schäfer, Landwirte, Imker, Wanderer und Förster so unvorbereitet sind - denn darin liegt das eigentliche Problem. Schießlich leben im benachbarten Tirol schon länger Braunbären, und dass sich Tiere an Staatsgrenzen halten, glauben wahrscheinlich nicht mal Politiker.
Karan - 22. Mai, 23:30
Die Argumentation des WWF überrascht mich nicht. Der ist nämlich für den Artenschutz zuständig - und man hat dort wohl die Befürchtung, diesem (also auch allen anderen europäischen Braunbären) einen "Bärendienst" zu erweisen, wenn man in diesem Einzelfall anders als pragmatisch reagiert.
Meine Befürchtung ist indessen, daß das mit der "besseren Vorbereitung" in Bayern nix wird. Denn diese würde ja eine grundsätzlich andere Einstellung zu zuwandernden Bären voraussetzen. Stattdessen wird soeben überall der Grusel á la "Hund von Baskerville" geschürt.
Meine Befürchtung ist indessen, daß das mit der "besseren Vorbereitung" in Bayern nix wird. Denn diese würde ja eine grundsätzlich andere Einstellung zu zuwandernden Bären voraussetzen. Stattdessen wird soeben überall der Grusel á la "Hund von Baskerville" geschürt.
MMarheinecke - 26. Mai, 16:36
Bärige Fundsache
Das Argument, der Bär richte wirtschaftlichen Schaden an, überzeugt nicht. Wenn jeder erschossen würde, der hierzulande wirtschaftlichen Schaden anrichtet, wäre das gesamte bayrische Kabinett nicht mehr sicher. Aber selbst wenn man solch rigorose Maßnahmen auf Tiere beschränkt, ist die Entscheidung schlecht begründet. Die Statistik weist Hunde, Pferde und Bienen als die mit Abstand gefährlichsten Kreaturen aus. Sie verursachen weitaus mehr tödliche Unfälle als alle Wildtiere.(Hervorhebung von mir)
Hier gefunden:Lasst die Bären los!
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