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4
Mrz
2007

Wer Dartington College of Arts retten will...

... schreibe bitte so bald wie möglich einen Brief an

Sue Brownlow
Head of Operations
South West of England Regional Development Agency
North Quay House
Sutton Harbour
PLYMOUTH PL4 ORA

Die Regional Development Agency verteilt die europäischen Gelder, und von ihr wird es entscheidend abhängen, ob sie die euphemistisch "Umzug" genannte faktische Schließung des College tatsächlich unterstützen wird, nachdem erst so viele öffentliche Aufwendungen in die Renovierung und den Ausbau der Unterrichtsräume geflossen sind.

Nähere Hintergrundinformationen auf der Webseite der Save Dartington College Community Campaign.

Jeder Brief hilft!
Danke! :-)

Trackback URL:
http://karan.twoday.net/stories/3394475/modTrackback

MMarheinecke - 5. März, 13:42

Mal sehen, ob mein Englisch noch ausreicht ;)


Wendelbald Klüttenrath - 5. März, 21:34

Gerne, da aber ein allgemeines Jammerschreiben an die Adresse der Regional Development Agency kaum helfen wird, benötige ich vorher noch einen stichhaltigen Grund, warum ich im fernen Schnarchenweiler gegen den Umzug des Dartington Colleges, welches ich noch nie mit eigenen Augen gesehen habe, protestieren soll.

Ein möglicher Ansatz wäre die Verschwendung von EU-Steuergeldern. Dies kann ich jedoch aus den vorliegenden Zahlen nicht erkennen. Wenn der Erhalt und die Modernisierung des Colleges 20 Millionen Pfund kostet und diese Gelder tatsächlich zur Gänze von der EU aufgebracht werden müssen, der Umzug nach Falmouth in geeignete Räumlichkeiten, die alle in den 20 Millionen Pfund steckenden Optionen enthalten, der EU jedoch nur 15 Millionen kostet, macht der schriftlicher Protest eines Rheinländers keinen Sinn. Mit handfesten Zahlen, die zeigen, daß ein Umzug des Colleges für die EU teurer ist als der Verbleib in Dartington, schreibe ich gerne sofort einen Protestbrief.

Vielleicht gibt es aber auch einen Grund für ein Protestschreiben aus dem fernen Schnarchenweiler im Rheinland, den ich übersehen habe. Vorschläge erreichen mich unter w.kluettenrath[Ät]hotpop[Punkt]com .

Hellblazer - 5. März, 22:36

Nunja, in die Rechnung gehören auch die paar Milliönchen, die die EU schon investiert hat und die sie dann mal eben verschenkt hätte. Und was die angeblich benötigten 20 Mios betrifft: das ist die Rechnung, die aufgemacht wird um zu behaupten, dass es teurer sei und um den Umzug argumentativ zu stützen. Man kann aber auch anders rechnen, wenn man die Prämisse "da bleiben" setzt. Achso, und freilich ist es nicht so, dass 100% des Geldes von der EU aufgebracht werden müsste.

Wendelbald Klüttenrath - 5. März, 22:57

@Hellblazer: Jau, Bingo! So wird es gehen. Wenn es möglich ist, bräuchte ich nun nur noch die Höhe des EU-Anteils an den 15 Millionen Umzugskosten und den 10.85 Millionen für den Verbleib des Dartington Colleges (oder alternativ die Information, ob der prozentuale Anteil von EU-Fördermitteln in beiden Fällen gleich ist). Danach geht mein Protestbrief (Gefahr der Verschwendung von EU-Steuergeldern) sofort per Post 'raus ;-)
Karan - 5. März, 23:02

Die EU-Gelder kämen dem College ja in jedem Fall zu, egal ob es nun in Dartington bleibt oder von Falmouth geschluckt würde. Die hohen Investitionen, die allerdings in Dartington über die letzten Jahre hin getätigt wurden, wären dann verloren. Verschwendung von Steuergeldern wäre das, und wie!

Ein zweiter Ansatzpunkt ist der, daß die EU-Mittel sehr wohl auch nach gewissen paritätischen Gesichtspunkten verteilt werden sollten, die RDA da also auch eine Verantwortung für die Region South Devon hat, denn wenn das College dort verschwindet, bedeutet das einen massiven Einbruch der dortigen Infrastruktur. Falmouth hingegen hat ja bereits das dortige University College; dessen geplante Expansion durch die Fusion mit Dartington hingegen wird von der dortigen Bevölkerung gar nicht begrüßt, weil 600 zusätzliche Studenten in einer nicht allzu großen Stadt eine Schwerpunktverschiebung darstellten, die nicht unbedingt von Vorteil wäre, weder für die "sonstige" Bevölkerung noch für die Studenten selbst.

Dartington hat neben seiner inhaltlichen Spezialisierung eben noch diese in Europa einzigartige an die unmittelbare Umgebung geknüpfte Kontext-Orientiertheit - entfernt man das College aus seinem Umfeld, ist dieser Ansatz dahin.

Und es kann einfach nicht angehen, daß die Gelder der Europäischen Union nach Gesichtspunkten verteilt werden, die jegliche regionale Besonderheit plattmachen und nur noch große, zentrale Institutionen bestehen lassen.
Das Music Department der University of Exeter wurde übrigens bereits geschlossen... auch so eine Geschichte. Und anderswo in Europe schaut's nicht anders aus.

Genau aus diesem Grund ist es wichtig, den Fall Dartington ernstzunehmen und aufzugreifen, da er sich in seiner Prägnanz - und dank des gut organisierten Widerstands, der die Zusammenhänge umfassend aufdeckt (die Webseite der Initiative bietet sehr viel Hintergrundinformationen - sehr gut eignet, einen Richtungswechsel einzuleiten, der sich im besten Fall auf die gesamteuropäische Bildungspolitik umlegen läßt.
Wendelbald Klüttenrath - 5. März, 23:40

Und los geht's ;-)

Karan - 6. März, 11:36

Supie, Danke! :-)
MMarheinecke - 6. März, 17:55

Solidarität

Ich betone in meinem Schreiben den Solidaritätsaspekt: was in Dartington passiert, passiert in ähnlicher Form auch anderswo, z. B. im auf "Leuchtturmprojekte" versessenen Hamburg oder im unter "Sparzwängen" stehenden Berlin. Solche "Modelle" wie in Dartington werden überall in Europa praktiziert, und überall auf Kosten der Steuerzahler und zu Lasten der Kultur.

Karan - 7. März, 09:44

Danke, Martin, das ist ein hochwichtiger Aspekt! Im gesamteuropäischen Kontext ist es immer mehr so, daß die Solidarität zurückgedrängt wird oder, noch schlimmer, instrumentalisiert wird nach dem Motto "wir müssen alle sparen und Abstriche machen". Und dann bleiben einzigartige Projekte (für die Dartington College ja nur EIN Beispiel ist) auf der Strecke.
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