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3
Jul
2007

Traum

Ich stand vor einem großen Spiegel, die Gitarre umgeschnallt, und sang.

Im Spiegel jedoch sah ich eine andere, deren Körper ich mir zu genau diesem Zweck ausgeliehen hatte: kaffeefarbige Haut, straff zurückgenommenes, blondgesträhntes, dunkelbraunes Haar, scharf geschnittene Nase, volle Lippen. Sie trug ein feuerrotes ärmelloses Sommerkleid. Das Spiegelbild war so klar, daß ich die kleinen Muttermale auf ihren Armen erkennen konnte. Und doch war ich es, die in die Saiten griff und den Mund regte. Aber ich war in ihrem Leib, ich bewegte ihn von innen heraus, wie jemand, der ein Auto fährt oder eine komplizierte Maschine bedient. Ich beobachtete die Mimik ihres/meines Gesichts und war erstaunt darüber, wie sehr sich innerer Impuls und äußerer Ausdruck unterschieden. "Daran muß ich noch arbeiten", dachte ich mir. "Ich will den geborgten Körper besser kennenlernen."

Sie/ich sang mühelos und leidenschaftlich. Als ich erwachte, hatte ich die Melodie noch im Ohr.

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MMarheinecke - 3. Juli, 17:38

Besessen

Ich träume manchmal Träume, in denen sich andere meinen Körper angeeignet haben - nicht geliehen, denn gefragt wurde ich nicht, sondern einfach - wie mit einer Lobotomie - von den Teilen meines Hirns, die meinen Köper steuern, abgetrennt.
Träume, in denen mich Andere steuern wie ein Auto. In denen ich kraft meines Willens nicht einmal eine Hand heben kann, aber die Hand etwa tut, ohne dass ich wüsste, warum. In denen mein Mund Worte ausspricht, die ich nie gedacht habe. In denen ich auf dem Rücksitz meines Bewusstseins sitze, hilflos gefesselt, und ein anderer lenkt, ich weis nicht, in welche Richtung, ich weis, wer da steuert.
Zum Glück hören diese Träume auf, wenn ich wach bin. Ich würde sie nicht einmal "Alpträume" nennen, ja, noch nicht einmal "schlechte Träume". Alpträumen geht noch ganz, ganz anders!

Das Erschreckende ist nur: Ich werde den Verdacht nicht los, dass in diesen Träumen Wahrheit liegt.

Karan - 4. Juli, 08:27

Ich glaube, in Träumen liegt immer exakt so viel Wahrheit, wie wir ihnen zumessen.

Es sind Bilder, mit denen wir arbeiten können (gerade und besonders mit den bedrückenden) und die wir auch verändern können. Wichtig dabei ist, daß jeder Teil des Traumes, auch das scheinbar Fremde, von außen Kommende, Übergriffige und Brutale als Anteil unseres Selbst interpretiert wird und nicht (wie es ja naheläge in Deinem Fall) als Außeneinfluß.

Daraus wachsen u. U. sehr erhellende Erkenntnisse. Denn oft ist der Schrecken nichts, was eliminiert werden muß, sondern eine hilfreiche Kraft, die nach Integration sucht.
MMarheinecke - 5. Juli, 08:19

Nein, es geht nicht um "das Fremde"

Oder gar um eine "Besessenheit" im Sinne eines Spritualismus (Besessenheit von einen fremden Geist.) Nein, ich merke, dass Träume dieser Art unangenehme Wahrheiten nach "oben", ins Bewusstsein tragen, die ich lieber verdränge, verniedliche, leugne. In diesem Falle: mein Gefühl der Abhängigkeit. Mein Angst, manipuliert, gegängelt, getäuscht zu werden.
(Und das Besondere: diese Träume kann ich, anders als viele andere Träume, nicht verändern.)
Wobei: ich kenne, allerdings nicht aus "normalen" Träumen, auch ganz andere, verblüffende, beunruhigende Vorgänge. Aber das führt, in diesem Medium, zu weit ins Persönliche.
baerin - 5. Juli, 01:06

Ich lese gerne...

...solch spannende Traumgeschichten.
Interessanterweise kann ich mich schon länger an keinen Traum mehr selber erinnern. Umso lieber lese ich :-).
LG BärenSchwester

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