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Kultur und Kontext

22
Nov
2005

Zauberbilder

Angucken!

18
Nov
2005

Feuerherz

Vorhin sah ich Nigel Kennedy im Fernsehen, kurze Ausschnitte aus einem Auftritt in einem polnischen Musikclub, wo er mit einer Band wundervollen Jazz und Crossover spielte.

Und sofort erinnerte ich mich wieder an jenes Pub mit der kirchendachhohen Holzdecke, wo es den leckeren Cider gab.Kennedy hatte am Abend ein mitreißendes Konzert gegeben. Da sich in dieser höchst ländlichen Gegend keine anderes alkoholausschenkendes Etablissement befand, drängten sich hinterher der Künstler, seine Kollegen und ein Großteil der Zuhörer in dem überfüllten Raum.

Die Nacht wurde lang (in diesem Pub nahm man es mit "last orders" nicht allzu genau). Übrig blieben schließlich Nigel Kennedy, seine damalige Freundin und ein kleines Häuflein enthusiastischer (und trinkfester!) Studenten. Und natürlich drehte sich das Gespräch um Musik.

Nigel Kennedy ist keiner, der nur redet. Er fragt, und zwar mit echtem Interesse. Was machst du? Und warum?
Ich stand damals kurz vor einer wichtigen Prüfung und er bestand darauf, das ganze Programm zu hören. Ich spielte, mit klammen Fingern und heißem Herzen. Bescheidener Standard im Vergleich zu dem, was Kennedy auf der Bühne vermochte! Aber mir wurde damals schlagartig klar, daß er es nicht so sah. Für ihn war Musik eben dies: Musik. Unabhängig vom Grad der Virtuosität, erspürte und empfand er den Kern der Sache. Ein leidenschaftlicher Spieler, der ebenso leidenschaftlich lauschen kann.

Nigel Kennedy ist übrigens einer der wenigen klassischen Musiker, der unbekümmert um Stil- und Standesgrenzen in den unterschiedlichsten musikalischen Gefilden spazieren gehen kann und dabei niemals künstlich wirkt, sondern stets vollkommen authentisch. Hendrix und Vivaldi. Mozart und Eigenkompositionen. Und alles: tief empfunden, mit ganzer Hingabe gespielt. Alles wagend. Feuerherz.

Er hat mich ermutigt. Diese kurze Begegnung (die er wahrscheinlich längst vergessen hat) war ein wichtiger Mosaikstein im Kaleidoskop meines Weges. Ich blieb in England. Lernte dort, was ich hier niemals hätte lernen können. Traf viele Menschen, die mich bewegten, berührten, deren Einfluß mich weiterbrachte. Kehrte schließlich zurück. Und trage all dies in mir.

3
Nov
2005

26
Okt
2005

Erlesenes IV

Ein Mann macht Urlaub im Haus seines Freundes, eines Biochemikers, der ihn um Unterstützung bei der Erprobung einer von ihm neuentdeckten Substanz bittet. Diese hat die Eigenschaft, denjenigen, der sie einnimmt, für kurze Zeit um sechshundert Jahre zurückzuversetzen, worauf er dann als unsichtbarer Zeuge das Leben und Treiben dieser Zeit beobachten kann.

Die Faszination dieser Reisen bringt den Protagonisten in emotionale Abhängigkeit und führt zur Zerreißprobe zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

Wahnsinnig spannend. Und besonders reizvoll, weil ich die Gegend, in der die Geschichte spielt, so sehr liebe...

7
Okt
2005

Friedensfrau

Schade, daß es nicht geklappt hat mit dem Friedensnobelpreis für die 1000 Frauen aus aller Welt. Einer von ihnen bin ich vor einigen Jahren bei Bekannten begegnet. Damals war sie gerade erst aus England nach Deutschland zurückgekehrt. Sie erzählte mir von ihrer Kindheit in Fürth - und irgendwann sangen wir all die Räuberlieder, die sie damals in der Jugendgruppe gelernt hatte. Später las ich dann ihre sehr beeindruckende Autobiographie.

16
Sep
2005

Und F. K. Waechter...

...ist tot.

12
Sep
2005

Kulturstreichliste

Gerade hab ich Radio gehört: ein Interview zur ominösen Kulturstreichliste des Finanzministeriums (das man komplett als "Audio On Demand"-Beitrag abrufen kann).

Doch dem befragten kulturpolitischen Sprecher der Union konnte ich seine Empörung nicht so recht abnehmen. Zu den im Falle eines Regierungswechsels von seiner Partei geplanten Maßnahmen machte er nämlich keine sehr spezifischen Angaben...

Kulturelle Projekte, ob klein oder groß, als wirtschaftliche Unternehmen zu führen, gelingt (außerhalb von den Produkten der "Populär-Industrie") nur in den seltensten Fällen. Sogar bei der noch halbwegs ertragreichen Filmwirtschaft sind die Grenzen der Möglichkeiten schnell erreicht.

Auf der Strecke bleibt hier nicht nur alles, was nur eine geringe Interessengruppe erreichen kann (oder will) und/oder unbequeme Innovationen propagiert - und schon traditionell eher auf Graswurzelebene spielt.
Auf der Strecke bleibt jetzt auch der bisher unangefochten akzeptierte Mainstream, denn über die aktuell diskutierte Liste von "Maßnahmeoptionen" hinaus besteht die Möglichkeit, daß auch die mit sieben Prozent deutlich geringere Mehrwertsteuer für Kulturgüter (z. B. Bücher) zur Disposition gestellt wird.


Wider die kulturelle Monokultur bleibt nur noch die gezielte "Privatförderung" der freien Szene. Die jede und jeder unterstützen kann. Denn das heißt:
Freie Theater besuchen.
CDs von kleinen Labels oder direkt von Künstlern kaufen.
Mal wieder ins Programmkino gehen.
Oder ins Konzert...

29
Aug
2005

kulturlos

Im Wahl-O-Mat wird keine einzige kulturbezogene Frage gestellt (und nur eine einzige zur Bildungspolitik).
So was passiert, wenn alle nur noch auf die hören, die das Sagen haben und nicht mehr auf diejenigen, die was zu sagen haben.

22
Jul
2005

Lieber Lyra...

... statt Harry, wenn ich denn wählen müßte. Spaß gemacht hat er mir schon, der HP 6... aber seit ich Philip Pullmans "His Dark Materials" gelesen habe (gibt es übrigens auch auf Deutsch), sind meine Lesegeschmacksknospen auf feinere Reize eingestellt.

Mich faszinieren mehrdeutige Charaktere und Handlungen, die nicht sogleich in ein offensichtliches "Schwarz-Weiß-Schema" fallen. Obwohl es auch in Pullmans Welt(en) Polaritäten gibt, sind sie nicht ohne weiteres in Gut und Böse auseinanderzulegen.

Zwar gestaltet auch J.K. Rowling einige ihrer Charaktere zweideutig, aber beim aktuellen Stand der Geschichte kristallisiert sich da für mich schon allzusehr ein möglicher oder wahrscheinlicher Verlauf der Entwicklung heraus.

Die Harry-Potter-Galaxie hat sich übrigens, wie ich vor einiger Zeit erfuhr, schon lange in ein unübersichtliches Universum von FanFiction ausgeweitet. Neben massenhaft (post-)pubertärem Schrott gibt es dort auch einige feine Sachen zu finden. Irgendwo stieß ich einmal auf ein brilliant in eine Kriminalgeschichte verpacktes Psychogramm von Severus Snape - in Romanlänge, stilistisch ausgefeilt und höchst unterhaltsam zu lesen. Das habe ich in einer schlaflosen Nacht durchgeschmökert, dabei leider nicht markiert und hinterher nie wiedergefunden.

Gerade entdeckte ich, daß es einen Begleitband zu Pullmans Trilogie gibt, der die zahlreich darin vorkommenden wissenschaftlichen Theorien erklärt. Da bin ich jetzt aber schwer in Bestell-Versuchung...

20
Jul
2005

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